Kontakt
AGAPLESION KRANKENHAUS NEU BETHLEHEM
Geburtshilfe

Humboldtallee 8
37073 Göttingen

(0551) 494 - 200

(0551) 494 - 237

info.nbg@agaplesion.de

Ihr Ansprechpartner
Dr. med. Dietrich Kulenkampff

Dr. med. Dietrich Kulenkampff

Chefarzt

Frauenklinik

So natürlich wie möglich und so sicher wie nötig

Gemäß diesem Grundsatz versuchen wir im AGAPLESION KRANKENHAUS NEU BETHLEHEM die Geburt zu dem zu machen, was sie ist: ein sehr bedeutungsvollen Ereignis, an das sich die Beteiligten gerne zurückerinnern sollen.

Jede Frau entwickelt unter der Geburt ungeahnte Kräfte. Wir sehen unsere Aufgabe als Geburtshelfer darin, diese natürlichen Kräfte freizusetzen und die werdenden Mütter in ihren Stärken zu unterstützen. Wir wollen den Kindern nicht nur gesund auf die Welt helfen, sondern mit der Art des Geburtsereignisses auch den Grundstein für eine innige und sichere Eltern-Kind-Beziehung legen.

In der Geburtshilfe unterstützen wir seit Jahren den Wunsch vieler Frauen nach einer natürlichen Geburt. Das oberste Ziel ist es, jeder Frau durch optimale fürsorgliche, pflegerische Zuwendung und medizinische Betreuung das Gefühl von Vertrauen und Sicherheit zu geben. Die familienorientierte Geburtshilfe bietet größtmögliche Sicherheit für Mutter und Kind, ohne den natürlichen Ablauf der Geburt durch übertriebenen Technikeinsatz zu stören. Durch Geburtsvorbereitungskurse, Hebammensprechstunden, ärztliche Gesprächsabende, und Rundgänge durch die Wochenstation und Entbindungsräume fügen Ärzte, Hebammen und Schwestern Geborgenheit und medizinische Funktion zusammen. So entsteht ein harmonisches Umfeld, das die Geburt zum ganz persönlichen Erlebnis jeder Frau und Familie werden lässt.

Seit 2012 sind wir als „Babyfreundliches Krankenhaus“ nach der deutschen WHO/UNICEF-Initiative zertifiziert. Was bedeutet diese Auszeichnung, die so selbstverständlich klingt?     

In einer babyfreundlichen Geburtsklinik werden die Bedürfnisse der Kinder und Eltern vor die Krankenhausroutine gestellt. Wir fördern den intensiven, bewussten und natürlichen Kontakt zwischen Neugeborenen und Eltern und den Geschwistern.

Für uns ist es ganz selbstverständlich und wichtig, dass wir Mutter und Kind von Geburt an nicht voneinander trennen, auch nicht, falls einmal ein Kaiserschnitt nötig werden sollte. Sobald Sie und ihr Kind nach der Geburt versorgt sind, lassen wir Ihnen Ruhe und Zeit, sich erst einmal kennenzulernen. Wiegen, Messen, Untersuchen und Anziehen Ihres Babys hat ganz viel Zeit. Dies bezeichnet man als Bonding. 24-Stunden-Rooming-in ist heute selbstverständlich. Wir geben Ihnen Hilfestellung beim Anlegen Ihres Neugeborenen und unterstützen Sie beim Stillen mit Rat und Tat. Aber auch falls Sie nicht stillen möchten, wird das Bonding genauso durchgeführt.

Zu einer als „Babyfreundlich“ zertifizierten Geburtsklinik gehört das Arbeiten nach den B.E.St.®-Kriterien und unter Berücksichtigung der 10 Schritte zum „Babyfreundlichen Krankenhaus“. Die B.E.St.® Kriterien stehen für: Bindung ermöglichen, Entwicklung fördern und das Stillen fördern und unterstützen. Wir alle im Team halten uns daran und haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Eine Beschreibung der 10 Schritte finden Sie hier ›.

HINWEIS: Wegen der Corona-Pandemie gelten zurzeit besondere Begleit- und Besuchsregelungen!
Zur Geburt ist eine Begleitperson im AGAPLESION KRANKENHAUS NEU BETHLEHEM herzlich willkommen. Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes ist Pflicht! Bitte lesen Sie auch unser Infoblatt Einschränkung Geburt / Wochenstation ›

Geburtshilfe

Ausstattung

Unsere Geburtshilfe-Station umfasst:

  • 3 Kreißsäle mit Badewanne,
  • 1 Vor-Wehen-Zimmer im Kreißsaal-Bereich
  • 1 Kaiserschnitt (Sektio) - OP direkt im Entbindungsbereich
     
  • 3 Mehrbettzimmer
  • 4 Zweibettzimmer überwiegend mit Balkon
  • 7 Familienzimmer
     
  • Vor-Wehen-Zimmer auf der Entbindungsstation
  • Mutter-Kind-Oase
  • Aufenthaltsraum
  • Geburtsvorbereitungsraum
Zertifizierung

Dr. med.
Dietrich Kulenkampff

Chefarzt

Dr. med. 
Shaip Ibishi
Ltd. Oberarzt Gynäkologie

Walter Baron
Oberarzt

 

Kirsten Gaupp
Oberärztin

 

Dr. med.
Anne Hüser

Oberärztin

 

Dipl. med.
Boto Ratke

Oberarzt

 

Martina Sander
Oberärztin

 

Andrea Stypinski
Oberärztin

 

Henrike Manthey
Oberärztin

 

Barbara Krug
Oberärztin

 

Weitere Informationen zu unseren Hebammen sowie eine Übersicht ihrer Angebote und Leistungen erhalten Sie auf der Hebammen-Seite ›

Steffi Arend

Ela Breski
 

 

Julia Brömsen

 

Ula Chaberek

 

Jasmin Czech

 

 

Madlin Daume

 

 

Melanie Enghardt

 

 

Anne-Barbara Gerstenkorn
 

 

Olga Hopfauf
 

 

Franziska Kowalski

 

 

Annekatrin Krull

 

 

Pia Lantelmé-Kruse

Maren Lühmann

 

 

Danielle Maisonnat-Leimbach

Sabine Müller
 

 

Beate Schiffczyk
 

 

Sonja Thal

Kathrin Urbschat

 

Patricia Wand

 

Felicitas Wiegand

Ulrike Zinner

Vor der Geburt

Die Vorstellung gibt die Möglichkeit, mit den Hebammen und Gynäkologen spezielle Wünsche, Fragen und Probleme in Vorbereitung auf die Geburt zu erläutern. Sie erfolgt ungefähr in der 34. bis 36. Schwangerschaftswoche, ist aber keine Voraussetzung, um im AGAPLESION KRANKENHAUS NEU BETHLEHEM zu entbinden.

Wir bitten Sie um telefonische Anmeldung.
(0551) 494 - 122

Ambulante Entbindung

Soweit keine medizinischen Gründe dagegen sprechen, können Sie bei uns auch „ambulant“ entbinden, d. h. Sie sind nach der Geburt noch vier Stunden im Entbindungszimmer, um danach mit Ihrem Kind den Heimweg anzutreten. Wenn Sie eine ambulante Entbindung wünschen, sollten Sie dies im Vorfeld mit Ihrem Arzt, der nachsorgenden Hebamme und Ihrem Kinderarzt besprechen.

Wir führen Ultraschalluntersuchungen während der Schwangerschaft durch, um Fehlbildungen und Wachstumsstörungen des werdenden Kindes auszuschließen. Zusätzlich wird dazu im Rahmen der Frühschwangerschaft die Messung der Nackenfalte des Embryos in Kombination mit der Bestimmung von Blutwerten der Mutter angeboten, um hier das Risiko für eine Schädigung des Erbgutes des werdenden Kindes einzuschätzen. Falls erforderlich kann ab der 15. Woche der Schwangerschaft eine Fruchtwasseruntersuchung - Amniozentese unter Ultraschallkontrolle durchgeführt werden.

Ab der 20. Schwangerschaftswoche wird der sogenannte große Organschall, eine sehr intensive Ultraschalluntersuchung, beim werdenden Kind zum Ausschluss von Fehlbildungen durchgeführt.

Wir bitten Sie um vorherige telefonische Anmeldung.
(0551) 494 - 122

Geburt

Wann mache ich mich auf den Weg?

  • beim Auftreten regelmäßiger Wehen
  • bei Blutungen
  • bei Abgang von Fruchtwasser

Wenn Sie sich nicht sicher sind, können Sie uns jederzeit im Kreißsaal anrufen: 
(0551) 494 - 234

Wo melde ich mich im AGAPLESION KRANKENHAUS NEU BETHLEHEM?

Bitte melden Sie sich auf der Wochenstation. Die Schwestern informieren die Hebammen.

 

Was muss ich zur Entbindung mitbringen?
  • Krankenversicherungskarte
  • Mutterpass
  • Stammbuch oder Geburtsurkunde (bzw. Heiratsurkunde und Pässe bei ausländischen Mitbürgerinnen)
  • Vaterschaftsanerkennung bei nicht verheirateten Paaren

Für mich selbst:

  • Nachthemd, bequemes T-Shirt oder Hemd
  • Bademantel
  • Hausschuhe und Badeschuhe
  • Socken/Wollsocken
  • evtl. Haarspange und Haargummi
  • Brille für Kontaktlinsenträgerinnen
  • Lutschbonbons, Traubenzucker etc.
  • Lippenpflege gegen trockene Lippen
  • Lieblingsmusik und -duft, Bücher, Zeitschriften

Für den Aufenthalt:

  • persönliche Hygieneartikel (unparfümiert)
  • Handtücher und Waschlappen
  • Nachthemden oder Shirts (vorne zum Knöpfen)
  • Unterwäsche
  • Leggings oder Jogginganzug
  • mehrere Still-BHs
  • Kleidung für den Heimweg
  • Adressliste mit Anschrift und Telefonnummer des Vaters
  • Kleingeld

Für den Säugling:

  • komplette Bekleidungsgarnitur für den Heimweg
  • Während des Klinikaufenthalts wird Babykleidung von der Station gestellt.

Erste Vorbereitungen 

Nach Ihrem Eintreffen im AGAPLESION KRANKENHAUS NEU BETHLEHEM erfolgt eine Aufnahmeuntersuchung durch eine Hebamme und/oder eine Ärztin bzw. einen Arzt. Dabei werden auch die kindlichen Herztöne überprüft.

Je nach der persönlichen Geburtssituation bleibt Ihnen vielleicht noch Zeit zum Entspannen bei einem Spaziergang, einem warmen Bad oder einer Massage.
   

Die Geburt beginnt

Wenn es soweit ist, ist im Entbindungsraum schon alles für Sie vorbereitet. Die breiten Betten, ein Gebärhocker und ein Unterstützungsseil erleichtern Ihnen die Wahl der für Sie angenehmsten Gebärposition. Für eine Wassergeburt steht Ihnen eine Badewanne zur Verfügung. Bei der Geburt ist der werdende Vater oder eine andere Vertrauensperson sehr willkommen.
 

An Ihrer Seite

Rund um die Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen, sind Schwestern, Hebammen, Fachärztinnen und -ärzte für Geburtshilfe anwesend. Sollte es erforderlich werden, steht ein Anästhesie- und OP-Team sofort zur Verfügung. Der OP für Kaiserschnittgeburten ist in den Entbindungsbereich integriert.

Schmerzlinderung

Wir orientieren uns an Ihren individuellen Bedürfnissen. Schmerzen können gelindert werden durch Entspannungs- und Atemtechniken, den Einsatz von Homöopathie, Akupunktur, die Gabe schmerzlindernder Medikamente, Lachgas (Livopan®) oder eine lokale Anästhesie (PDA) ›. Sie werden die Geburt immer bewusst miterleben.
 

Risikogeburt

Für den Fall, dass sich bei Ihnen eine Risikogeburt abzeichnet, werden an der Entbindung Spezialisten der Kinderklinik des Universitätsklinikums Göttingen beteiligt. Sollte während der Geburt ein Dammschnitt erforderlich werden, beugt die in unserem Haus bevorzugte mediane Episiotomie späteren Beschwerden vor. Diese Methode ist am wenigsten invasiv und heilt dadurch häufig besser.
 

Die ersten Stunden nach der Geburt

Nach der Geburt bleiben Sie mit Ihrem Kind zwei Stunden im Kreißsaal, bevor Sie auf die Wochenstation wechseln. Nach einer „ambulanten“ Geburt verbringen Sie noch vier Stunden im Entbindungszimmer und können danach mit Ihrem Kind den Heimweg antreten.

Ärztliche Untersuchungen

Noch im Kreißsaal erfolgt die erste Untersuchung (U1) Ihres Kindes durch den entbindenden Arzt und die Hebamme. Die nachfolgende zweite Untersuchung (U2) wird montags, mittwochs und freitags von einem Kinderarzt der Universitätskinderklinik durchgeführt, der zu Ihnen auf die Wochenstation kommt.

Alle Eltern erhalten nach Geburt ihres Kindes das Kinderuntersuchungsheft, auch Gelbes Heft genannt. Hier werden alle Untersuchungsergebnisse von der U1 bis zur U9 festgehalten. 

Beckenendlage (Steißlage)

Ihr Kind hat sich im Mutterleib in einer Beckenendlage eingestellt. Wir bieten Ihnen ein Gespräch an, am besten zwischen der 34. und 36. Schwangerschaftswoche, um Sie über die Vor- und Nachteile einer Entbindung durch die Scheide (vaginal) oder per Kaiserschnitt aufzuklären.
   

Informieren Sie sich hier vorab ›

Kaiserschnitt (Sectio Cesarea)

Wir entbinden in unserer Geburtsklinik pro Jahr ca. 20 bis 30 Prozent der Neugeborenen per Kaiserschnitt. Unter diesen finden sich neben den akuten Kaiserschnitten auch die primär geplanten Kaiserschnitte. Nach Kaiserschnitt verbleibt die Mutter in der Regel 5 bis 7 Tage in der Klinik.    
   

Erfahren Sie mehr ›

Periduralanästhesie (PDA)

Die Wehenschmerzen unter der Geburt sind individuell sehr unterschiedlich. Wir wollen diese Schmerzen auf Wunsch lindern und Ihnen damit den Vorgang der Geburt erleichtern. Methoden sind u. a.: Homöopathie, Akupunktur, Zäpfchen, Tabletten, Spritzen sowie die rückenmarknahe Leitungsanästhesie.   

Erfahren Sie mehr ›

Nach der Geburt

Wir praktizieren das Rooming-in-Prinzip. Das bedeutet, dass Ihr Baby rund um die Uhr bei Ihnen im Zimmer bleiben kann. Davon profitiert nicht nur die Mutter-Kind-Bindung („Bonding“), auch das Stillen funktioniert oft besser.

Stillen
Es gibt keine festen Zeiten. Ausschlaggebend ist allein das individuelle Hungergefühl des Neugeborenen. Während Ihres Aufenthalts stehen Ihnen unser nach neuesten Stillrichtlinien geschultes Pflegepersonal sowie das Hebammen- und Ärzteteam zur Seite. Einmal wöchentlich bieten wir eine spezielle Stillberatung in unserem Aufenthaltsraum an. Sie können sich mit anderen Müttern austauschen und bekommen Anleitungen und Tipps von fachkundigen Stillberaterinnen.

Mahlzeiten
Sie können Ihre Mahlzeiten nach eigenen Wünschen zusammenstellen, sofern Ihnen keine spezielle Kost verordnet wurde, Sie essen in Ihrem Zimmer oder im Aufenthaltsraum. Dort steht auch eine Auswahl an Getränken und kleinen Zwischenmahlzeiten zur Selbstbedienung zur Verfügung.

Wochenbettgymnastik
Unsere Physiotherapeutinnen kommen zu Ihnen aufs Zimmer, um mit Ihnen Übungen zur Rückbildung der Bauch- und Beckenbodenmuskulatur durchzuführen. Nach einem Kaiserschnitt gibt es Übungen zur Stabilisierung des Kreislaufs, zur Verbesserung der Atmung und zur Mobilisierung. Bei Bedarf erfolgt auch eine physiotherapeutische Betreuung des Neugeborenen.

Besuch
Im Interesse von Mutter und Kind möchten wir die Personenzahl in den Zimmern so gering wie möglich halten und deshalb auf den engsten Familienkreis beschränken. Bitte empfangen Sie weitere Besucher im Aufenthaltsraum der Station.

In unseren 7 sehr gemütlichen Familienzimmern können junge Familien die ersten Lebenstage ihres Kindes gemeinsam erleben. Das heißt, der werdende Vater oder eine andere Begleitperson kann die Gebährende nicht nur wie üblich im Kreißsaal begleiten, sondern nach der Entbindung auch rund um die Uhr in den Tagen bei Mutter und Kind auf der Wochenstation bleiben.

Die Familienzimmer bieten eine wohnliche Atmosphäre und sind u. a. ausgestattet mit einem Doppelbett, bquemen Sesseln, einem separates Bad, Telefon- und Internetanschluss. Sowohl die Gestaltung der Räumlichkeiten als auch die einfühlsame Betreuung ist für die gesamte Familie förderlich.

Das „Bonding“ (Aufbau enger Beziehungen) kann so ungestörter verlaufen. Väter haben von Anfang an die Möglichkeit, an der Versorgung und Betreuung ihres Kindes teilzuhaben und in der Nähe ihrer Partnerin zu sein. Das stabilisiert die frühe Eltern-Kind-Beziehung.

Kostenbeitrag

Der Preis für die Unterbringung und Verpflegung einer Begleitperson im Familienzimmer beträgt z. Z. pro Tag 60 Euro inkl. gültiger MwSt.

Bitte beachten Sie:
Voraussetzung für die Belegung der Familienzimmer ist, dass der Vater oder eine andere Bezugsperson die Frau grundsätzlich während des gesamten stationären Aufenthalts begleitet und auch über Nacht bleibt.

 

„Der babyfreundliche Weg“ – Die zehn Schritte zum erfolgreichen Stillen
  • Zu 1) Unsere Klinik hat schriftliche Richtlinien auf der Grundlage der „Zehn Schritte für Babyfreundliche Geburtskliniken“ zur Betreuung von Mutter und Kind beim Stillen. Die Arbeitsgruppe Stillen trifft sich monatlich um Neuerungen zum Thema Stillen zu besprechen. Die Ergebnisse dieser Besprechungen werden regelmäßig an alle Mitarbeiter weitergegeben, um auf einem gemeinsamen Wissensstand zu sein.
  • Zu 2) Die Mitarbeiter aller Teams (Hebammen, Ärzte und Kinderkranken-/Krankenschwestern) werden jährlich so geschult, dass sie die Richtlinien umsetzen können. Neue Mitarbeiter werden innerhalb der ersten Monate diesbezüglich eingearbeitet.
  • Zu 3) Alle schwangeren Frauen werden mündlich oder schriftlich über die Eltern-Kind-Bindung und Entwicklungsförderung unter Einbeziehung des Stillens informiert.
  • Zu 4) Den Müttern wird unmittelbar nach jeder Geburt ermöglicht, ununterbrochen im großflächigen Haut-zu-Haut-Kontakt/Bonding mit ihrem Baby zu bleiben, mindestens eine Stunde lang oder bis nach dem ersten Stillen.
  • Zu 5) Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leiten die Mütter beim korrekten Anlegen des Kindes an. Das Anlegen in verschiedenen Stillpositionen (Wiegehaltung, Rückenhaltung, Stillen im Liegen) wird vertieft. Im Falle einer Trennung von Mutter und Kind, erhalten die Mütter Informationen darüber, wie sie die Milchproduktion aufrechterhalten können.
  • Zu 6) Gesunde Neugeborene brauchen nur Muttermilch und erhalten nur sonstige Flüssigkeiten oder Nahrung, wenn es medizinisch erforderlich ist. Um genügend Muttermilch zu produzieren, ist es von großer Wichtigkeit auf die Häufigkeit von 8-12 und mehr Stillmahlzeiten in 24 Stunden hinzuweisen und zu unterstützen.
  • Zu 7) Allen Müttern wird durch Bedding-in und Rooming-in ermöglicht, Tag und Nacht mit ihren Kindern zusammen zu bleiben. In unseren 7 Familienzimmern haben Eltern gemeinsam die Möglichkeit sich im Rahmen des Rooming-in/Bedding-in aneinander zu gewöhnen.
  • Zu 8) Die Mütter werden ermuntert das Kind nach Bedarf zu stillen, mindestens 8-12 mal und öfter, was auch das nächtliche Stillen mit einschließt. Stillen nach Bedarf bezieht sich nicht nur auf die Kinder sondern auch auf die Mütter, z.B. bei erhöhtem Milchaufkommen.
  • Zu 9) Gestillte Kinder bekommen keine künstlichen Sauger, die das Stillen beeinträchtigen. Im Falle der Notwendigkeit des Zufütterns werden Schiffchen, Sonde an der Brust oder das Füttern mit einer Spritze praktiziert.
  • Zu 10) Bei der Entlassung aus der Klinik werden die Mütter auf Unterstützungsangebote z.B. Stillgruppen hingewiesen. Wir bieten jeden zweiten und vierten Mittwoch im Monat von 15:00–16:30 Uhr in unserer Klinik den Stilltreff an. An diesen Tagen bieten wir nach vorheriger Terminabsprache auch gezielte Einzelberatungen an.
  • Wir (Schwestern, Laktationsberaterinnen und -berater, Hebammen und Ärzte) haben schriftliche Richtlinien zur Stillförderung gemeinsam erarbeitet.
  • Unser gesamtes Mitarbeiter-Team wird in regelmäßigen Fortbildungen in Theorie und Praxis des Stillens geschult, so dass jeder diese Richtlinien in der täglichen Arbeit mit Müttern und Kindern anwenden und in die Praxis umsetzen kann.
  • Mit Still-Informationsabenden (alle sechs Wochen) und Geburtsvorbereitungskursen versuchen wir, schon frühzeitig viele Frauen zu erreichen. Stationäre Frauen informieren wir in einem Gespräch über das Stillen. Wöchentlich bieten wir auf der  Station eine Still-Infostunde für Schwangere und Wöchnerinnen an, diese kann auch von nicht stationären Frauen besucht werden. Des Weiteren bieten wir mittwochs einen Stilltreff mit Stillberatung an für Schwangere und Mütter.
  • Alle Mütter mit vaginaler Geburt oder mit Kaiserschnitt-Entbindungen ohne Vollnarkose bekommen unmittelbar nach der Geburt ungestörten und ununterbrochenen Hautkontakt mit ihren Babys. Das erste Anlegen erfolgt mit der Hebamme gemeinsam im Kreißsaal, vor der U1 und den ersten Prophylaxen-Gaben beim Kind. Wir erklären jeder Frau das richtige Anlegen bzw. Saugen des Kindes. Dieses geschieht auch bei Verlegung des Kindes in die Kinderklinik.
  • Vor Verlegung aus dem Kreißsaal informieren wir über die Bedeutung des Bondens.
  • Auf der Wochenstation bleiben Mutter und Kind Tag und Nacht zusammen, dadurch können sich beide auf ihre neue Lebenssituation leichter einstellen und die Frau kann nach Bedarf des Kindes und ihrem eigenen Bedarf stillen.
  • Wir erklären jeder Frau das richtige Anlegen bzw. Saugen ihres Kindes, Brustmassage vor dem Anlegen und schauen mindestens eine Mahlzeit zu und geben ggf. Hilfestellungen. Zusätzlich bieten wir eine Still-Oase, in der die Frauen immer die Möglichkeit haben, mit einer Schwester oder Hebamme zu stillen, oder sie nutzen den Austausch mit anderen Wöchnerinnen.
  • Jeder Frau zeigen wir das Entleeren der Brust mit Hand, damit sie sich ggf. bei Milchstau oder Trennung vom Kind auch während der gesamten Stillzeit selber helfen kann.
  • Bei Verlegung des Kindes in die Kinderklinik informieren wir die Frau, wie sie ihre Milchproduktion anregt oder weiter aufrecht erhält und erklären ihr die Nutzung einer Milchpumpe.
  • Die Frauen füttern ausschließlich Muttermilch. Nur aus gesundheitlichen Gründen -  bei medizinischer Indikation - des Kindes / der Mutter werden Fertignahrungen (Formular) gegeben.
  • Um diese erste sensible Stillzeit von Mutter und Kind nicht zu stören, vermeiden wir Sauger und Schnuller. Stillhütchen werden nur in Ausnahmesituationen benutzt. Jede Frau wird bei der Entlassung über Hebammenbetreuung, Stillgruppen, Kursangebote, hilfreiche Adressen und Telefonnummern informiert.
  • Wir weisen nochmals auf unsere wöchentliche Still-Infostunde und Stillgruppe hin, um den Frauen weiterhin einen Austausch mit anderen Stillenden zu ermöglichen.
  • Frauen, die nicht stillen möchten, werden zum Füttern ihres Kindes mit der Flasche informiert und genauso individuell angeleitet. Viele Vorteile unseres Betreuungskonzepts wie z.B. das Bonden sind gerade für nicht stillende Mütter von großer Bedeutung.
  • Als babyfreundliches Krankenhaus berücksichtigen wir den „Internationalen Kodex zur Vermarktung von Muttermilchersatzprodukten“ und machen daher keinerlei Werbung für künstliche Säuglingsnahrung, Tees, Flaschen, Sauger und Schnuller.

 

Häusliche Wochenbettbetreuung (Nachsorge)

Eine Hebamme Ihrer Wahl besucht Sie in den ersten zehn Tagen nach der Entbindung zu Hause. Treten im Wochenbett Probleme auf, können Sie bis zu acht Wochen betreut werden. Die Hebamme beobachtet den Rückbildungsprozess und gibt Ihnen Hilfen und Informationen zum Stillen und zum Umgang mit Ihrem Kind.

Information & Qualität

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